Der Rundfunkrat ist das wichtigste Kontrollorgan einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Er setzt sich aus Vertretern gesellschaftlicher Gruppen und Organisationen zusammen. Ihre Aufgabe ist es, "die Allgemeinheit auf dem Gebiete des Rundfunks" zu vertreten und zu kontrollieren, ob der Sender seine gesetzlich vorgegebenen Aufgaben erfüllt.

Die Zusammensetzung des Rundfunkrats ist in Paragraf 5 des Gesetzes über den Hessischen Rundfunk geregelt. Die Mitglieder des Rundfunkrats des Hessischen Rundfunks sind ehrenamtlich tätig und nicht den entsendenden Organisationen verpflichtet. Für die ehrenamtliche Tätigkeit der Rundfunkräte wird vom Hessischen Rundfunk eine Aufwandsentschädigung geleistet.  

Die wichtigsten Aufgaben des Rundfunkrats

  • Wahl des Intendanten
  • Beratung des Intendanten in grundsätzlichen Fragen der Programmgestaltung
  • Überwachung der Einhaltung der Programmgrundsätze (§ 3 hr-Gesetz)
  • Genehmigung des Haushalts und des Jahresberichtes
  • Wahl von sieben der neun Verwaltungsratsmitglieder
  • Entscheidung in Beschwerdesachen

Höhe der Aufwandsentschädigung

Auszug aus dem Gesetz über den Hessischen Rundfunk vom 2. Oktober 1948 (zuletzt geändert durch Gesetz vom 13. Oktober 2016):

§4 Abs. 10
"Die Mitglieder des Rundfunkrats und des Verwaltungsrats haben einen Anspruch auf Aufwandsentschädigung, Sitzungsgelder und Ersatz von Reisekosten. Das Nähere regelt die Satzung über die betriebliche Ordnung. Die Höhe der Aufwandsentschädigung und der Sitzungsgelder ist im Internetauftritt des Hessischen Rundfunks zu veröffentlichen."

Gemäß dem Beschluss des Rundfunkrats vom 18. Dezember 2009 erhalten die Mitglieder des Rundfunkrats des Hessischen Rundfunks eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 500 Euro monatlich. Die oder der Vorsitzende des Rundfunkrats erhält eine erhöhte Aufwandsentschädigung von 750 Euro; die oder der stellvertretende Vorsitzende und die Vorsitzenden der Ausschüsse erhalten 560 Euro. An das Mitglied im Programmbeirat der ARD wird eine erhöhte Aufwandsentschädigung in Höhe von 750 Euro, an das stellvertretende Mitglied im Programmbeirat der ARD eine erhöhte Aufwandsentschädigung in Höhe von 560 Euro gezahlt.

Das Sitzungsgeld beträgt bei Teilnahme 75 Euro pro Sitzung.